Pedelec für weniger als 1.500,- Euro bauen

Pedelecs sind für das was sie leisten zwar nicht teuer aber trotzdem ist unter 2.000,- Euro nichts Vernünftiges zu bekommen.

Wie man trotzdem an ein solides Pedelec für unter 1.500,- Euro kommt, soll dieser Artikel beschreiben.

Die Komponenten

Wir brauchen natürlich ein Fahrrad. Dazu einen Pedelec Nachrüstsatz sowie ein wenig Spaß am Basteln.

Das Fahrrad

Sofern nicht schon ein Fahrrad vorhanden ist, müssen wir zunächst eines kaufen. Dazu ist ein wenig Recherche notwendig. Diese kann man entweder im Internet betreiben oder in diversen Fahrradzeitschriften.

Es gibt ständig Angebote die aus den verschiedensten Gründen stark reduziert sind. Das können z.B. Räder aus Räumungsverkäufen sein oder Auslaufmodelle, von denen noch ein Restbestand vorhanden ist.

Aktuell würden wir uns z.B. für ein GIANT Yukon FX 2 entscheiden. Das ist ein Einsteiger Fully, welches in der aktuellen Version nicht unter 1000 € zu haben ist. Mit ein bisschen Recherche findet man es aber bereits für 700 € in der Vorgängerversion. Beispiele wie dieses existieren dutzendfach, man muss allerdings ein Weilchen danach suchen.

Der Umbausatz

Normalerweise sind wir ja überzeugte Anhänger von BionX Nachrüstsätzen. Bedenkt man aber den Preis und ist bereit, bei der Leistung ein wenig Abstriche zu machen, steht der ELFEi Nachrüstsatz dem BionX in nichts nach.

Die Kosten dafür betragen komplett 749,- €. Der Preis setzt sich aus den benötigten Einzelkomponenten zusammen.

  • Der Lithium-Ionen Akku im schicken Trinkflaschen Format für 349,- € (bei der Bestellung des Umbausatzes mit auswählen)
  • Das Einspeichen für 85,- € (bei der Bestellung des Umbausatzes mit auswählen)
  • 9-fach Zahnkranz für 20,- € (bei der Bestellung des Umbausatzes den gewünschten auswählen)

Benötigte Zeit und zusätzliche Kosten

Schaut man sich ein wenig nach Anleitungen für Umbaussätze um, ist da oft von weniger als einer Stunde Umbauzeit die Rede. Das ist dann richtig, wenn man es schon einmal gemacht hat und das ganze als eine Art Wettbewerb mit laufender Stoppuhr sieht.

Wer zum ersten Mal ein Fahrrad zu einem Pedelec umbaut, sollte schon ein paar Stunden mehr einplanen. Zwar ist der Umbau technisch sehr einfach aber gerade wenn man etwas noch nie gemacht hat, überlegt man sich jeden Schritt genau und geht sehr sorgfältig zu Werke. Schließlich soll das Ergebnis perfekt werden.

Fehler kann man eigentlich keine machen. Der Umbau wird Schritt für Schritt beschrieben und ist daher leicht nachvollziehbar. Der einzige Bereich in dem es etwas knifflige werden könnte, sind die Steckverbindungen der einzelnen Kabel.

Dies wird aber dadurch entschärft, dass die komplette Verkabelung nach Farben sortiert ist und aufgrund unterschiedlicher Steckverbindungen auch nur die richtigen Kabel zueinander passen.

Wer ohnehin über eine Grundausstattung an Fahrradwerkzeugen verfügt, hat alles Notwendige für den Umbau greifbar. Ist dies nicht der Fall, kann man sich benötigtes Werkzeug und Material vielleicht von einem Freund leihen oder schafft sich einfach eine Basisausstattung an.

Für den Umbau benötigt werden in jedem Fall die üblichen Fahrradwerkzeuge, Schrumpfschläuche, sowie Kabelbinder (alternativ: Klett Kabelbinder).

Alles zusammen ist jedoch schon für deutlich unter 100,- Euro zu haben und sollte generell in keinem Fahrrad Haushalt fehlen.

Hat man die hier aufgeführten Komponenten zur Hand, steht einem Umbau nichts mehr im Wege. Wir wünschen viel Spaß beim Basteln.

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn

3 Kommentare zu Pedelec für weniger als 1.500,- Euro bauen

  1. Ein Artikel im richtigen Moment. Ich bin derzeit dabei, 2 Räder aus meinem Bestand umzurüsten. Nachdem ich mir gerade ein Premium-Pedelec (BioniX) für 4.000 Euro gekauft habe, werde ich den direkten Vergleich sehr spannend finden. Besonders die Unauffälligkeit der hier beschriebenen Teile finde ich sehr attraktiv.

    Nun weiß ich, was ich zu kaufen habe…

  2. Hoppla, gleich 2 auf einmal? Wenn der Vergleich da ist, würden wir uns über einen Bericht natürlich sehr freuen 🙂 .

    Bezüglich der Unauffälligkeit: der Akku in Trinkflaschenform hat es uns auch sofort angetan. Es ist zwar derzeit kein aktuelles Projekt vorhanden, an dem man es mal ausprobieren könnte aber schon auf den Bildern sieht man ja sehr gut wie es in Natura wirkt.

    1. Der Bericht kommt. Wann er ungefähr kommen wird, kann man am Bestelleingang für die Teile feststellen… 😉

      Ich habe im Netz irgendwo Bilder von selbst gebauten Bikes mit Trinkflaschenakkus gesehen, die sahen unglaublich gut aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.