Giant Twist Esprit Power Testbericht

Das Giant Twist Esprit Power im Test. Ein Pedelec für die Stadt, den Einkauf und gelegentliche kleine Ausflüge. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Ein Testbericht ist immer auch eine subjektive Angelegenheit. Hier sollen deshalb nicht die üblichen Bewertungs-Listen erstellt werden, sondern als Ergänzung dazu auch nicht objektive Eigenschaften zu Wort kommen.

So auch beim Giant Twist Esprit Power. Getestet wurde das Modell mit tiefem Einstig in der Single Akku Ausführung.

Testfahrt und Alltagstauglichkeit

Los ging’s in der Stadt. Bei einem Pedelec welches im Stadtverkehr bewegt wird, ist eines der wichtigsten Kriterien die Sensorik des Antriebs.

Wie schnell spricht der Sensor auf die Tretbelastung an und wie lange dauert es, bis der Motor den Befehl umsetzt? Gerade im hektischen „stop and go“ der Stadt will man nicht erst eine Sekunde warten, bis der Motor unterstützt.

Hier kann das Twist punkten. Kaum dass man das Pedal auch nur ansieht, macht sich schon ein leichtes rucken am Vorderrad bemerkbar.

Der Motor zieht dann kräftig und gleichmäßig an und vermittelt Sicherheit und Kompetenz. Es macht Spaß, das Giant durch die Stadt zu bewegen.

Der kleine Einkauf im Supermarkt um die Ecke ist so schnell erledigt und dank dem Taschensystem „Giant Shopper“ lassen sich auch schwerere Güter wie beispielsweise Getränkeflaschen  gut transportieren.

Über Land

Das Twist nicht für Touren konzipiert. Die Geometrie zwingt zu einer allzu aufrechten Sitzposition. Was im Stadtverkehr für gute Übersicht sorgt, wird auf langen Strecken zur Qual.

Zwar wären die Spurtreue und der runde Tritt durchaus dazu angetan, eine größere Tour zu starten. Letztlich scheitern längere Fahrten aber an der Geometrie.

Am Berg

Auch am Berg zeigt das Giant Twist Esprit Power trotz des Namens Schwächen. Moderate Anstiege sind kein Problem. Sobald aber Steigungen jenseits der 10% Marke zu bewältigen sind, gerät die Shimano Nexus 7-Gang Naben-Schaltung verständlicherweise an ihre Grenzen.

An der Stelle wird spürbar deutlich, dass ein Pedelec eben „nur“ unterstützt und nicht von alleine fährt. Wer häufig starke Steigungen zu bewältigen hat, ist mit einem Pedelec mit Kettenschaltung besser bedient.

Der Motor

Angetrieben wird das Twist Esprit Power vom Giant SyncDrive-Frontmotor. Er leistet die üblichen 250 Watt und wird gespeist von einem abschließbaren 36V-8Ah (288Wh) Lithium Ionen Akku.

Es ist immer müßig, über mögliche Reichweiten zu berichten, da diese einfach zu stark von externen Faktoren wie Steigungen, Fahrergewicht oder Antriebs-Modus abhängig sind.

Der Vollständigkeit seien hier aber noch die vom Hersteller angegeben Reichweiten in Bezug auf die verschiedenen Unterstützungsstufen vermerkt:

Fahrbedingungen ECO (km) Normal (km) SPORT (km)
Keine Steigung oder kein Wind 70 -80 60 – 75 45 – 55
Leichte Steigung oder wenig Wind 60 – 70 45 – 60 35 – 45
Starke Steigung oder starker Wind 55 – 65 40 – 55 30 – 40

Testbericht Fazit

Das Giant Twist Esprit Power ist das perfekte Pedelec für den Stadt-Alltag mit Fahrten bis zu einem Radius von fünf Kilometern bei moderaten Anstiegen. Innerhalb dieses Umfelds leistet es jedoch hervorragend seinen Dienst.

Mit einem offiziellen Kaufpreis von 1.899,- Euro ausgeschrieben, lässt es sich derzeit aufgrund des Saisonendes aber problemlos für 1.400,- bis 1.500,- Euro beim Händler ergattern.

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