Nabenmotor

Der Nabenmotor

Der Nabenmotor ist schon lange bekannt. Bereits im 19. Jahrhundert wurde an ihm entwickelt.

Es gibt Nabenmotoren für das Vorder- und Hinterrad eines Fahrrads. Sie sind dann besonders sinnvoll, wenn auf den enstprechenden Achsen größere Lasten transportiert werden.

Nabenmotoren haben außerdem den Vorteil, dass sie bei Abwärtsfahrten keinen Schub leisten müssen und somit Strom erzeugen können (Rekuperation). Dieser kann dann wiederum umgewandelt und im Akku gespeichert werden.

Der Effekt der Stromgewinnung ist zwar durchaus spürbar; allerdings noch nicht soweit fortgeschritten, wie man sich das wünschen würde. Kaufentscheidend sollte dieser Punkt also nicht sein.

Erst wenn sich die Akkutechnik weiterhin verbessert, wird die Stromgewinnung bei Bergabfahrten ein nenneswerter Faktor sein.

Die wenigsten Probleme bereitet der Motor in der Vorderradnabe. Mit ihm lässt sich nahezu jedes Fahrrad nachrüsten und so zu einem waschechten Elektrofahrrad umbauen.

Vorgaben gibt es keine. Ob das Fahrrad beispielsweise über eine Kettenschaltung verfügt, ist beim Vorderrad Nabenmotor ohne Belang.

Der Nabenmotor für das Hinterrad benötigt hinggegen eine Kettenschaltung, da dort keine verschleißfreie Nabenschaltung verwendet werden kann.

Der Nachteil der Nabenmotoren besteht darin, dass sie im Gegensatz zum Tretlagermotor Kabelverbindungen brauchen und deshalb störanfälliger sind.

Bei nassen Fahrbahnen besteht zudem die Gefahr, dass das Antriebsrad durchdreht. Das kann besonders beim Vorderrad Nabenmotor ein unangenehmes Erlebnis sein.

Auch empfinden viele Fahrer den Antriebseinfluss auf das Lenkverhalten als störend.

Nichtsdestotrotz ist der Nabenmotor derzeit sicherlich die ausgereifteste Technik, die verfügbar ist. Es kommt eben wie in allen Bereichen stark auf den gewünschten Einsatzzweck an.

Bild eines BionX Hinterradantriebs in einem KTM eRace

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