Der richtige Sattel beim Elektrobike

Der Sattel ist ein wichtiges Teil beim Elektrobike. Fast hätten wir geschrieben das wichtigste Teil. Und warum auch nicht? Schließlich sitzt man auf einem Elektrobike verhältnismäßig länger als auf einem normalen Fahrrad.

Die fast schon inflationäre Verwendung des Begriffs „das wichtigste Teil“ hat dann aber dafür gesorgt, dass wir die Kirche im Dorf ließen und den Sattel beim Elektrobike einfach nur als wichtig deklariert haben ;-).

Und das ist er ohne Zweifel. Vor allem sportlich ambitionierte Biker werden das bestätigen. Denn während man auf einem City Bike eher selten im Stehen tritt, verfällt man beispielsweise beim Mountainbike spätestens am Berg von ganz alleine in einen Wiegetritt.

Das ist beim Elektrobike etwas anders. Verantwortlich dafür ist wieder einmal die Motorisierung. Durch die Hilfe die man beim Pedalieren bekommt, wird man am Berg immer seltener aufstehen wollen.

Was auf der einen Seite äußerst angenehm ist, kann andererseits zu einer schmerzlichen Begegnung von Hinterteil und Sattel führen. Deshalb ist es schon wichtig, den eigenen Fahrradsattel einmal kritisch zu betrachten.

Die verschiedenen Sattel Modelle

Es gibt unzählige verschiedene Modelle und die Hersteller überschlagen sich Jahr für Jahr mit neuen Innovationen. Vom Kernledersattel über Tourensättel bis hin zum High End Produkt aus dem Labor ist alles vertreten.

Auf den ersten Blick lassen sich aber meist nur die groben Unterschiede erkennen. In der Regel wird man zunächst entweder einen Tourensattel oder einen Rennsattel sehen. Die eigentlichen Innovationen findet man im Detail.

Verschiedene Polsterungen, anatomisch angepasste Formen, Rillen oder gleich ganze Aussparungen sind das Mittel der Wahl. Allen ist jedoch eines gemeinsam: sie sollen das unangenehm taube Gefühl unterbinden, welches sich nach längerer Fahrzeit bei den meisten Fahrern einstellt.

Welchen Sattel soll ich auswählen?

Die schlechte Nachricht vorneweg. Wer in dem Bereich empfindlich ist, kann sich – egal mit welcher Sattelform – im besten Fall etwas Linderung verschaffen. Ganz wird er die Beschwerden nicht loswerden.

Es ist wie in so vielen Fällen eine Frage der Gewöhnung. Gerade jetzt, wo die ersten sonnigen Tage Vorfreude auf die kommende Bike Saison aufkommen lassen, hat sich der eine oder andere vielleicht schon auf eine Kleine Tour gegeben.

Und wie in jedem Jahr beim Saisonstart fällt das Sitzen danach etwas schwerer ;-). So unangenehm das auch ist, es hilft nur durchhalten und dranbleiben. Der Körper gewöhnt sich an vieles und so auch an die Belastung des Fahrradsattels.

Für welches Sattelmodell soll man sich aber nun entscheiden?

Das hängt in erster Linie von den persönlichen Vorlieben ab. Allerdings nicht auf den Sattel bezogen, sondern auf die eigenen Aktivitäten in Bezug auf das Fahrrad fahren selbst.

Wenn man sich so manche Tourensättel anschaut, machen die ja schon einen bequemen Eindruck. Und das sind sie auch. Dick, rund und weich gepolstert versprechen sie angenehmen Sitzkomfort. Dieser ist auch gegeben, trifft allerdings nur für den Bereich der City Bikes zu.

So bequem diese Sattel auf kurzen Strecken auch sind, auf längeren Touren können sie zur Qual werden.

Besser sind hier die sogenannten Rennsättel, welche eher schmal und mit einer langen Nase ausgestattet sind. Zwar fühlen sie sich im ersten Moment deutlich härter und unkomfortabler an, sie sind aber unterm Strich auf längeren Touren aufgrund der gleichmäßigeren Lastverteilung schonender.

Man muss sich auch nicht gleich für ein ultraleichtes Modell aus dem Rennsport entscheiden. Es gibt auch bei den Rennsätteln gut gepolsterte Ausführungen, die einem nicht gleich alles abverlangen.

Entscheidet man sich für ein solches Modell, sollte man darauf achten, dass die Sattelnase nach vorne hin etwas breiter wird. Das ist dann ein Vorteil, wenn man bei steigen Bergauf-Passagen automatisch zur Sattelspitze rutscht, um ein Steigen des Vorderrades zu vermeiden.

Die Wahl des richtigen Sattels hängt also wie so oft weniger vom Produkt selbst, als vielmehr vom geplanten Einsatzzweck ab.

Um den Rahmen hier nicht zu sprengen, wird es zu den einzelnen Unterschieden zwischen Damen- und Herrensätteln sowie zu der Frage, ob Fahrradfahren impotent macht, in den nächsten Tagen noch einen gesonderten Artikel geben.

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