Biken im Winter – auf die richtige Kleidung achten!

Also irgendwie ist das dieses Jahr alles anders als sonst. Geht das nur uns so oder ist ihnen auch schon aufgefallen, dass immer mehr Biker den Winter für sich entdecken?

Während wir schon darüber schreiben, das Bike über den Winter einzumotten und vorbildlich auf Schusters Rappen im Schnee unterwegs sind, begegnen uns permanent ein paar hartgesottene Biker, die ihre Mountainbikes durch die Wälder jagen.

Dabei haben sie ein unverschämt glückliches Grinsen im Gesicht. Und warum auch nicht. Wer Kälte mag – bitteschön. Außerdem gibt es ja den schönen Spruch

es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung

Und die fällt tatsächlich unangenehm auf. Die Bekleidung, mit der die meisten unterwegs sind, ist bestenfalls als defizitär zu bezeichnen.

In aller Regel sieht man Sommerbekleidung, unter der noch eine zusätzliche Schicht wie zum Beispiel ein Fleece Pulli getragen wird. Also das geht gar nicht.

Nicht nur, dass man sich böse erkälten kann. Auch den Gelenken tut die ständige Unterkühlung nicht gut. Im kalten Zustand haben Zerrungen leichtes Spiel.

Und was viele scheinbar auch nicht bedenken, ist die Gefahr eines Sturzes. So sehr das biken im Schnee auch Spaß machen kann, so groß ist auch das Sturzrisiko.

Was, wenn man nach einem Sturz eine Weile liegen muss, bis Hilfe kommt oder man sich selbst wieder bewegen kann?

Eine heftige Unterkühlung kann ernsthafte gesundheitliche Schäden nach sich ziehen und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden.

Vielleicht ist das jetzt übertrieben aber jeder kann selbst ausprobieren, wie unangenehm Kälte tatsächlich sein kann. Dazu muss man sich nur bei Minusgraden für 30 Minuten bewegungslos auf den Balkon stellen.

Die richtige Kleidung

Zwiebelschalen-Prinzip

Worauf ist zu achten? Zwischenzeitlich kommt man vom bekannten Zwiebelschalen-Prinzip ab.

Anstatt sehr vieler Schichten mit dünner Kleidung empfehlen Profis mittlerweile eher weniger Schichten aber dafür die richtigen.

Weniger ist mehr

Grundsätzlich gilt die Reihenfolge:

  • Basis-Schicht – schweißtransportierende Unterwäsche, am besten in Form von Funktionsunterwäsche.Wem die allerdings zu teuer ist (und das kann man durchaus verstehen), dem sei gesagt, dass auch ganz normale Baumwollunterwäsche ihren Dienst tut.
  • Isolationsschicht – eine(!) Schicht aus etwas dickerem Material.Das kann ein ganz normaler Sweater sein oder aber – was die bessere Alternative ist – ein warmer Fleece-Pullover.
  • Wasser und Windabweisende Schicht – das ist, obwohl außen getragen, das eigentliche Herzstück der Kleidung.Fast noch wichtiger als der Schutz gegen Nässe ist die Winddichtigkeit. Hier sollte unbedingt eine Jacke mit Windstopper Eigenschaften verwendet werden.

    Alle anderen Kleidungsstücke sind nicht so wichtig. Selbst wenn „nur“ normale Baumwolle getragen wird, die stark durchnässt und schlecht trocknet, kann dies durch den Ausschluss von Zugluft kompensiert werden.

Für den Fall der Fälle

Sollte einmal etwas passieren, ist es wichtig, eine Notfalldecke mitzuführen. Das muss gar nicht eines dieser goldenen Teile sein, die man oft in erste Hilfe Sets findet. Auch ein langer Poncho, der zum Schutz vor Regen sowieso dabei ist, erfüllt hier seinen Zweck.

Zwar nicht so gut, wie eine Rettungsdecke aber man will ja auch nicht unbedingt Unmengen an zusätzlichem Gewicht mit sich führen.

Ein Fahrrad Poncho hilft bei Regen und eignet sich auch im Falle eines Unfalles als Isolationsschicht.

Die Schuhe

Aus langjähriger Erfahrung können wir sagen, dass es – allen Werbeversprechungen zum Trotz – keine wirklich wasserdichten Schuhe gibt, die auch angenehm zu tragen wären.

Besser bewährt haben sich wasserdichte Socken! Damit ist man in der Wahl der Schuhe frei und kann mit so ziemlich allem fahren was man möchte. Egal ob Clickies oder normale Sportschuhe.

Ansonsten sind im Winter eher feste Schuhe empfehlenswert. Bei Glätte muss doch die eine oder andere Schiebepassage eingelegt werden und dann macht sich ein bissiges Profil bezahlt.

Kommunikation

Wahrscheinlich wird heutzutage niemand mehr ohne Handy unterwegs sein. Der Vollständigkeit halber wollen wir es aber nochmal erwähnen.

Gehen Sie niemals ohne Handy auf Tour. Auch nicht auf die kleine Feierabendrunde. Im Notfall muss schnell Hilfe her und wenn man dann niemanden verständigen kann, fehlen wichtige Minuten.

Wir wünschen viel Spaß beim biken im Schnee (cool ist es ja schon ;-))

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