Als Pendler mit dem Elektrobike zur Arbeit

Immer höhere Benzinpreise und ein gesteigertes Umweltbewusstsein führen dazu, dass mehr und mehr Menschen nach Alternativen zum Auto suchen.

Und das ist gar nicht so einfach. Zwar könnte man Fahrgemeinschaften oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen, doch viele schreckt die Abhängigkeit von Fahrplänen grundsätzlich ab.

Eine echte Alternative sind mittlerweile Elektrobikes. Die Konzepte sind ausgereift und selbst schlechte Akkus reichen locker aus, um den Weg zur Arbeit zurückzulegen.

Für wen ist das Pendeln zur Arbeit mit dem Elektrobike geeignet?

Es gibt mehrere Personen, für die es sich lohnen könnte, einmal über den Wechsel in die E-Mobility nachzudenken.

  • Preisbewusste Personen – Es gibt definitiv keine günstigere Möglichkeit, motorisiert zur Arbeit zu kommen, als das Elektrobike.
  • Gesundheitsbewusste Personen – Bewegung tut der Gesundheit gut, das ist Fakt. Niemand kommt aber gerne verschwitzt auf der Arbeit an. Mit einem Elektrobike ist dieses Problem leicht zu lösen. Morgens lässt man den Motor die Arbeit machen und abends tritt man selbst in die Pedale. Wenn man will.
  • Umweltbewusste Personen – Natürlich produziert auch ein Elektrobike Emissionen. Das tut es zwar nicht selbst aber bei der Stromherstellung fallen nun mal welche an. Die sind jedoch verschwindend gering im Vergleich zum Auto. Kommt der Strom sogar aus der eigenen Photovoltaik-Anlage, ist das Elektrobike im täglichen Gebrauch sogar völlig Emissionsfrei.

Vorteile  eines Elektrobikes im Pendelverkehr

Die Kosten

In einem anderen Artikel haben wir schon einmal die Kosten eines Elektrobikes mit denen eines Autos verglichen.

Unnötig zu erwähnen, dass das Elektrobike der klare Sieger war. Je nach Entfernung und konsequenter Umsetzung kann ein Elektrobike durchaus den Jahresurlaub bezahlen.

Bei 20 oder 30 Cent auf 100 Kilometer, die ein Elektrobike an Stromkosten verursacht, kann nicht einmal eine Monatskarte der öffentlichen Verkehrsmittel mithalten.

Spricht man mit dem Chef der Firma, erlaubt der einem vielleicht sogar, den Akku des Elektrobikes auf Firmenkosten zu laden. Dann ist die Nutzung komplett kostenlos.

Unabhängigkeit

Mit einem Elektrobike ist man vollkommen unabhängig von Fahrplänen oder Fahrgemeinschaften. Auch die lästige Parkplatzsuche entfällt.

Termine, Einkäufe oder Besorgungen lassen sich mit entsprechenden Gepäcksystemen genauso erledigen, wie mit dem Auto.

Gesundheitsnutzen

Es ist nachgewiesen, dass sich selbst unsportliche Personen mit einem Elektrobike mehr bewegen. Vor allem wenn sie damit zur Arbeit und zurück fahren.

Sich nach Feierabend nochmal aufzuraffen um Sport zu betreiben ist nicht jedermanns Sache. Fährt man jedoch mit dem Elektrobike zur Arbeit, absolviert man ein Mindestmaß an Bewegung ganz automatisch.

Zudem hat sich herausgestellt, dass Elektrobikes die Sportlichkeit fördern. Dadurch, dass man sich komplett vom Motor unterstützen lassen kann, ist der Übergang zur Bewegung aus eigenem Antrieb fließend und macht Lust auf mehr.

Umweltschutz

Das Thema Umweltschutz muss nicht jedermanns Sache sein aber mit dem Elektrobike erledigt man das quasi nebenbei.

Wie weiter oben schon angesprochen, fährt ein Elektrobike nahezu Emissionsfrei, wenn der Strom aus regenerativen Energien gewonnen wird.

Auf die Emissionen bei der Herstellung gehen wir hier absichtlich nicht ein, weil ein Vergleich mit der Herstellung eines Autos einfach zu unfair wäre.

Selbst wenn man alle drei Jahre einen neuen Akku für das Elektrobike bräuchte, entstehen bei der Herstellung im Vergleich zum Auto verschwindend geringe Emissionen.

Nachteile eines Elektrobikes im Pendelverkehr

Das Wetter

Aus jahrelanger Erfahrung wissen wir, dass man erstaunlich selten nass wird, wenn man mit dem Zweirad zur Arbeit fährt. Moderne Regenbekleidung und der Helm sorgen dafür, dass man auch bei Regen trocken ankommt.

Nichtsdestotrotz gibt es einfach Tage, an denen es so stark regnet, dass selbst der beste Poncho klein beigeben muss. Ist es dann noch empfindlich kalt, vergeht auch hartgesottenen Fahrern die Lust aufs pedalieren.

Für solche Tage braucht man einfach eine Ausweichmöglichkeit wie das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel.

Diebstahlschutz

Elektrobikes sind zwar bedeutend günstiger als ein Auto aber dafür sind sie auch leichter zu entwenden.

Idealerweise sollte man das Elektrobike also innerhalb der Firma abstellen können oder wenigstens in ein wirklich gutes Schloss investieren.

Kosten für die Bahn

Viele Pendler müssen weite Strecken mit der Bahn zurücklegen und wollen nur für den Weg von und zur Bahn das Fahrrad benutzen.

Je nachdem zu welcher Zeit man unterwegs ist, muss für ein Fahrrad eine zusätzliche Fahrkarte gelöst werden.

Leider ist das nicht einheitlich geregelt, sondern kann von Bundesland zu Bundesland und von Verkehrsbetrieb zu Verkehrsbetrieb variieren. Eine erste Übersicht über die Fahrradmitnahme findet man zum Beispiel bei der deutschen Bahn.

Wenn man sich den Tarif-Dschungel ansieht, ist das aber eigentlich kein Nachteil des Elektrobikes, sondern einer der Bahn ;-).

Der Helm und die Frisur

Ein Helm ist einfach Pflicht. Nicht nur wegen der Vorbildfunktion, sondern tatsächlich der eigenen Sicherheit zuliebe. Zudem ist für manche Elektrobikes das Tragen eines Helms Vorschrift.

Leider hat ein Helm aber auch den Nachteil, dass er die Frisur ruinieren kann. Wer also top gestylt mit Turmfrisur unterwegs ist, wird den Helm verfluchen oder muss sich bei der Wahl des Elektrobikes auf ein reines Pedelec beschränken.

Welches Elektrobike ist das richtige?

Prinzipiell kommen alle drei verschiedenen Elektrobike Varianten für den Pendelverkehr in Frage.

  • Pedelec
  • E-Bike oder E-Roller
  • S-Pedelec

Pedelec

Das normale Pedelec, welches die Tretbewegung bis maximal 25km/h unterstützt. Es ist sehr gut geeignet für Strecken bis 15 Kilometer.

Fährt man mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 20 km/h, dauert die Fahrt maximal 45 Minuten. Eine Dauer, die noch akzeptabel ist. So viel Zeit braucht man mitunter im Stadtverkehr für 5 Kilometer ;-).

Ein Vorteil von Pedelecs ist es auch, dass sie als Fahrrad gelten und somit weder Versicherungs- noch Helmpflichtig sind.

E-Bike oder E-Roller

Für längere Strecken ist natürlich das E-Bike aufgrund der höheren Geschwindigkeit eine Option.

Allerdings verzichtet man dann auf den gesundheitlichen Aspekt und muss zudem bei der Anschaffung mit höheren Kosten rechnen.

S-Pedelec

Ein S-Pedelec ist in der Regel als Hybrid E-Bike konzipiert und erlaubt den Pedelec Betrieb ebenso wie den E-Bike Betrieb mittels Dreh am Gasgriff oder Zug am Daumengas.

Was das Tempo betrifft, erreichen S-Pedelecs locker Geschwindigkeiten von 40 km/h und sind somit ebenfalls für längere Strecken geeignet.

Ein weiterer Vorteil von S-Pedelecs ist die Nutzbarkeit als normales Fahrrad. Von der Konzeption her eher an Fahrräder angelehnt, haben auch S-Pedelecs selten ein Gewicht von mehr als 25 Kilogramm, was sie auch ohne Motor pedalierbar macht.

(Bildquelle: Profi Rad AG)



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1 Kommentar zu Als Pendler mit dem Elektrobike zur Arbeit

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